Erlebnisbericht: Markus Brunner erlebt biblische Spiritualität.

Markus Brunner lebt biblische Spiritualität, weil er sie erlebt hat. Er wurde vom Leben gezeichnet und hat dabei spirituelle Schlüssel­erlebnisse gemacht. Diese erklärt er mit einem selbst gezeichneten "Daumen­kino".

 

Biblische Spiritualität ist erlebbar.


1. Kinderglauben

1. Kinderglauben

Ich wuchs als viertes und jüngstes Kind im Kanton Zürich auf. Meine Eltern liessen sich bald nach meiner Geburt scheiden. Ich hatte einen natür­lichen Kinder­glauben und schaute mir gerne die Bilder meiner Kinder­bibel an. Ich war Ministrant in der röm.-katholi­schen Kirche.
(Gott wird in den folgenden Illustra­tionen mit einem gelben Stern symbolisiert.)

2. Pubertät

2. Pubertät

In der Pubertät verschwand mein Glaube wie Wachs im Feuer. Mein Vater lebte damals für sein Geschäft und in wechselnden Beziehungen. Mein Stief­vater war über­zeugter Atheist. Meine Mutter blieb ihrem katholischen Glauben treu. Wohin sollte ich steuern? Ich dachte über den Ursprung und Sinn des Lebens nach.

3. Wozu noch glauben?

3. Wozu noch glauben?

Wozu sollte ich noch glauben? Den Ursprung des Universums wurde mir mit dem Urknall erklärt ("Big Bang"), den Ursprung des Lebens mit der Evolutions­theorie. Für meinen Stief­vater war klar: Der moderne Mensch ist auf­ge­klärt und hat sich von Gott eman­zipiert. Er ver­lässt sich nur noch auf wissen­schaft­lich beweis­bare Fakten.

Fragen

4. Fragen

Doch ich hatte Fragen: Was war vor dem Urknall? Was war die erste Ursache? Ein Universum (oder Universen?) ohne Gott erschien mir unlogisch. Ausser­dem war mein Herz (oder meine Seele) über­zeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Ich konnte aber trotz­dem nicht an einen Gott glauben, weil dies meinen Verstand über­forderte. Ich war in der Zwick­mühle.

5. Goldene Regel

5. Goldene Regel

Zudem war ich über­zeugt: Glaube muss gelebt werden und sich in konkreter Nächsten­liebe zeigen. Ansonsten ver­kommt er zur frommen Heuchelei. Heute kenne ich den passen­den Bibel­vers dazu. Er steht im Matthäus-Evange­lium, Kapitel 7, Vers 12. Viele nennen ihn auch die Goldene Regel: Tut – wie auch ihr behandelt werden wollt!

6. Versagen

6. Versagen

Und genau mit dieser praktischen Konsequenz hatte ich ein Problem. Ich konnte mir näm­lich noch so Mühe geben, moralisch gut zu leben. Ich schaffte es einfach nicht. Es war, wie wenn mich etwas zurück­halten würde. Je mehr ich mir Mühe gab, desto klarer zeigte sich mein Versagen. Mir wurde bewusst: Ich bin definitiv kein Natur­talent in Sachen "Glauben"!

7. Alternativen?

7. Alternativen?

Was waren denn die Alternativen? Meine Ursprungs­familie schien ein Beispiel dafür zu sein, dass alle Menschen auf der Suche nach Sinn und Erfüllung sind. Ich konnte in den mir bekannten Versuchen aber keinen Lebens­sinn erkennen. "Ist das Leben nicht erbärm­lich? Sind wir nicht alle gefangen in unserem eigenen Egoismus?"

8. Vorbild – Missbrauch

8. Vorbild – Missbrauch

Doch dann lernte ich einen älteren, vollamt­lichen Jungschar­leiter kennen. Ich sah in ihm ein grosses Vorbild. Er war über­zeugter Christ. Ich traf mich mit ihm auch ausser­halb der Jungschar – bis ich merkte, dass er vor allem mit mir ins Bett wollte. Missbrauch. Ich brach den Kontakt ab, fühlte mich beschämt und war verzweifelt.

9. Bibel – Lebenskonzept

9. Bibel: revolutionäres Lebenskonzept

Jetzt wollte ich es genau wissen: Was ist christ­licher Glaube wirk­lich? Ich nahm eine Bibel zur Hand und begann im Neuen Testament zu lesen. Ich startete mit dem Johannes-Evangelium. Dann las ich in der Apostel­geschichte vom Leben der ersten Christen und ent­deckte: Wahres Christen­tum ist ein revolutionäres Lebens­konzept!

10. Jesus Christus

10. Jesus Christus

Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben, damit wir eine direkte Beziehung zum himm­lischen Vater pflegen können. Wir bekommen dadurch Gottes Kraft, die in und durch unser Herz (als geist­liches Organ) fliessen will. So können wir unseren Mit­menschen aus über­natürlicher Quelle heraus vergeben und nach der Goldenen Regel leben.

11. Jesus ist stärker als meine Ich-Sucht

11. Jesus ist stärker als meine Ich-Sucht

Ich ging auf meine Knie und betete: "Jesus, wenn es dich wirklich gibt, dann bitte ich dich um Vergebung für meine Sünden. Ich vertraue dir mein Leben an." Sofort war mein schlechtes Gewissen weg. Bald realisierte ich aber auch: Der Egoismus bleibt ein störender Einfluss in meinem Leben. Doch Jesus ist stärker als meine "Ich-Sucht".

12. Geistlicher Kampf statt Krampf

12. Geistlicher Kampf statt Krampf

Für mich ist die Bibel wahr, weil ich ihre lebens­verändernde Kraft in meinem Leben erlebe. Ich empfinde den Glauben als einen geist­lichen Kampf (rechte Bild­hälfte), nicht aber als Krampf (linke Bild­hälfte). Gott sucht nicht unsere mora­lische Anstrengung. Er sucht unser Herz, um uns zu ver­ändern und in eine gute Zukunft zu führen.

13. Gebet

13. Ich bleibe Mensch

Seit diesen Erlebnissen sind über 30 Jahre vergangen. 1993 habe ich meine Berufung zum Beruf gemacht. Ich bin Heilsarmeeoffizier geworden. Seit 2014 entwickle ich das Enneastar-Konzept. Ich durfte vieles lernen und erleben. Doch ich bleibe ein Mensch, der immer wieder mal versagt. Gerade deshalb ist mir das Gebet im Psalm 139, Verse 123-24 wichtig.


Sie wissen, wie Markus Brunner zur biblischen Spiritualität gefunden hat (oder umgekehrt).

Vielleicht wollen Sie sich als nächstes sein "Erklärungsvideo" anschauen?