FAQ - Fragen und Antworten

9 Typen: Fragen+Antworten

 

Die unten stehenden Fragen/Meinungen und Antworten (FAQ) geben prägnante Informationen über Enneastar und das Enneagramm.

 

FAQ – Frequently Asked Questions

 

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Führen Sie eine Statistik über die Ergebnisse des 2-Minuten-Tests?

Statistik per 11.05.2020 – Anzahl absolvierter Tests: 35'003, exkl. vorzeitige Abbrüche (15%)

Prozentuale Ergebnisse: 19% Kämpfer, 16% Individualist, 15% Beobachter, 14% Vermittler, 10% Perfektionist, 8% Macher, 7% Helfer, 6% Optimist, 4% Skeptiker

 

Statistik per 25.05.2019 – Anzahl absolvierter Tests: 14'920

Prozentuale Ergebnisse: 20% Kämpfer, 16% Individualist, 14% Beobachter, 13% Vermittler, 10% Perfektionist, 8% Macher, 7% Helfer, 6% Optimist, 5% Skeptiker

Wird der 2-Minuten-Test ab und zu angepasst?

Der 2-Minuten-Test wird immer wieder mal angepasst. Die Prinzipien des Tests bleiben die Gleichen und sind tief im Enneastar-Konzept verankert. Diese Prinzipien werden mit wenigen Sätzen abgefragt, weshalb jedes Wort wichtig ist. Das Wählen und Abwägen jedes einzelnen Wortes führt hin und wieder zu neuen Test-Versionen.

Ich habe den 2-Minuten-Test mehrmals gemacht und komme jedesmal auf ein anderes Ergebnis. Was stimmt da nicht?

Obwohl der 2-Minuten-Test nur 8 Fragen hat, gibt es 36'864 mög­liche Ergebnisse. Kaum jemand wird jedes Mal die genau gleichen Antworten wählen. Am besten über­trägt man das jeweilige Ergebnis in ein Stern-Diagramm (Netz­diagramm). Hat man den Test nun mehrere Mal gemacht, werden sich die ver­schie­denen Stern-Diagramme wahr­schein­lich ähn­lich sehen. Diese Ähn­lich­keit ent­spricht dann der "Faustregel-Genauigkeit" des 2-Minuten-Tests.

Im englischen 2-Minuten-Test bin ich zuerst Kämpfer(8), dann Macher(3). Auf Deutsch zuerst Kämpfer(8), dann Optimist(7).

Der Test funktioniert auf Englisch (2 Minute Test) und Deutsch (2-Minuten-Test) genau gleich. Es ist jedoch möglich, dass manche Wörter auf Deutsch etwas anders auf­genommen werden als in der englischen Über­setzung. Grund­sätz­lich ist es aber nicht ungewöhn­lich, dass man unter­schied­liche Ergebnisse erhält, wenn man den Test mehr­mals absolviert.

Ich sehe im Ergebnis des 2-Minuten-Tests leider nur meinen Haupttyp. Wie kann ich die weiteren Typen sehen?

Der 2-Minuten-Test zeigt im Testergebnis immer alle Typen. Der Haupttyp ist jeweils zuoberst. Um die weiteren Typen zu sehen, muss man auf der Ergebnis­seite nach unten scrollen. Auf der gleichen Ergebnis­seite gibt es unter jedem Typ einen "mehr"-Button, der im Browser ein neues Fenster öffnet und zu weiteren Erklärungen führt (auf →9 Typen). Die Ergebnis­seite des 2-Minuten-Tests bleibt aber im "alten Fenster" bestehen, wo man auch im Nachhinein die Prozent­werte von anderen Typen nachschauen kann.

Ich habe das Ergebnis des 2-Minuten-Tests in ein Stern-Diagramm über­tragen. Was lerne ich daraus?

Das Stern-Diagramm (Netz­diagramm) gibt eine Über­sicht über eigene Stärken und Schwächen. Nach dem primären Haupttyp rücken auch der sekundäre und tertiäre Typ ins Blickfeld. Gute Teamplayer können sich viel­fältig in ein Team ein­bringen. Das ist sehr zu begrüssen, weil kaum ein Team über alle Typen ver­fügt, die es zur Erreichung des Ziels braucht. Grund­sätz­lich gilt aber: Je weiter wir uns von unserem Haupttyp (dem Team zuliebe) ent­fernen, desto anstren­gender erleben wir die Teamarbeit.

Der 2-Minuten-Test kann mit nur 8 Fragen unmöglich wissen­schaft­lich sein!

Der 2-Minuten-Test ist tat­säch­lich nicht wissen­schaft­lich. Das Enneagramm ist primär ein Produkt der Intuition, das von ver­schie­denen Menschen weiter­ent­wickelt worden ist. Deshalb wird kaum ein Enneagramm-Test wissen­schaft­lich sein, auch wenn das man­chmal suggeriert wird. Mit dem 2-Minuten-Test treiben wir den "Intuitions-Ansatz" zugegebener­massen auf die Spitze. Umso erstaun­licher ist es, dass sein Ergebnis tat­säch­lich sehr oft zutrifft.

Im 2-Minuten-Test gibt es manchmal zwei Fragen in einem Satz. Das kann doch kein genaues Resultat geben!

Zwei Fragen in einem Satz wäre für einen wissen­schaftlichen Test in der Tat ein No-Go. Für den 2-Minuten-Test hat sich dieses Vorgehen trotzdem bewährt. Vielleicht liegt das auch daran, dass gerade solche Sätze nur intuitiv beantwortet werden können. So oder so betrachten wir den Test als ein Reflexions­tool mit einer "Faustregel-Genauigkeit". Nicht mehr und nicht weniger.

Die prozentuale Zuordnung aller Typen durch den 2-Minuten-Test ist nicht hilfreich, sondern irreführend!

Der 2-Minuten-Test ist ein Tool zur Selbst­reflexion. Wer ein solches Tool als "irreführend" bezeichnet, verkennt damit das spielerische Wesen jeder Selbst­reflexion. Wir verstehen den 2-Minuten-Test in erster Linie als sinnvolles Spiel.

Der 2-Minuten-Test verwirrt bei ungenauem Ergebnis Enneagramm-Unkundige und ist deshalb nicht zu empfehlen.

Enneastar setzt keine Vorkenntnisse voraus als nur die Bereitschaft zur Selbstreflexion. Das Konzept versteht sich als Weiterentwicklung des Enneagramms und ist so aufgebaut, dass sich auch Enneagramm-Kundige jederzeit gut orientieren können. Wir sind überzeugt: Wer sich selbst reflektieren will, kann auch falsche Testergebnisse richtig einordnen.

Nach anderen Enneagrammtests bin ich ein Individualist(4), gemäss dem 2-Minuten-Test ein Beobachter(5).

Individualisten(4) und Beobachter(5) sind sich sehr nah. Beide haben einen Adlerblick für Details und für beide ist Teamarbeit keine Priorität. Während Individualisten(4) dazu tendieren, dem Team "davonzugaloppieren", halten sich Beobachter(5) gerne zurück. Vielleicht haben Sie grosse Anteile an beiden Typen und sind ein "akademischer Künstlertyp" und/oder "geheimnisvoller Individualist".

Ich kenne jetzt meinen Haupttyp. Das ist unterhaltsam. Wofür aber soll das gut sein?

Der 2-Minuten-Test darf durch­aus unter­halt­sam sein. 🙂 Das Ergebnis ist eine Ein­ladung zur Selbst­reflexion, die durch die Typen­beschreibungen auf →9 Typen vertieft werden kann. Wer es genauer nehmen will, kann das ganze Test-Ergebnis (also alle Prozent­werte zu allen Typen) in ein Stern-Diagramm (Netz­diagramm) über­tragen. Dadurch bekommt man ein Persön­lich­keits­profil. Wer will, kann sich ein solches samt Auslegung im Shop bestellen (→ Shop).

Der 2-Minuten-Test war sehr interessant, aber das Ergebnis stimmt bei weitem nicht!

Wir vermuten eine Wahrschein­lich­keit von ca. 80 %, dass der 2-Minuten-Test den Haupttyp trifft. Manchmal wird der Haupttyp aber erst an zweiter Stelle genannt, in anderen Fällen ist das Ergebnis noch ungenauer. Wir hoffen, dass der Test so oder so zur Selbstreflexion animiert.

Was ist das Enneagramm?

Das Enneagramm ist ein Neuneck in einem Kreis, das auf den Russen Georges I. Gurdjieff zurück­geht († 1949). Der Bolivianer Oscar Ichazo (1931-2020) verband es mit typen­psycho­log­ischen Deutungen, die durch den amerika­nischen Psychiater Claudio Naranjo (1932-2019) weiter ent­wickelt wurden. Die daraus resul­tie­rende Neun-Typen-Psychologie galt zuerst als Geheim­lehre, wird aber seit 1975 vielfältig ver­öffent­licht und weiterentwickelt. (mehr zur Geschichte des Enneagramms: →Ursprung)

Unterscheidet sich Enneastar vom Enneagramm?

Ja, ganz klar. Enneastar verbindet die Belbin Team Roles Theory aus der Wirtschafts­pycho­logie mit der Typen­psycho­logie des Ennea­gramms. Die Reihen­folge der Typen ent­nimmt Enneastar der Bibel, was aus Sicht der Teamdynamik-Lehre einen erstaun­lichen Sinn ergibt und den 2-Minuten-Test ermög­licht. Als Symbol gebraucht Enneastar den neun­zackigen Stern vom Mönch Ramon Llull (1232-1316).

Enneastar gebraucht ein anderes Symbol als das Enneagramm. Muss das sein?

Enneastar verbindet die Neun-Typen-Psychologie des Ennea­gramms mit den neun Team­rollen von Meredith Belbin. Typen­psycho­logie feiert "Hochzeit" mit Teamdynamik-Lehre. Um diese Team­dynamik grafisch dar­zu­stellen, braucht es ein neues Symbol. Enneastar greift auf das Symbol des mittel­alter­lichen Mönchs Ramon Llull (1232-1316) zurück, von dem sich letzt­lich auch das Enneagramm-Symbol ableiten wird.

Gebraucht Enneastar die gleichen Typen­namen wie das Enneagramm?

Das Enneagramm bezeichnet die neun Typen grund­sätzlich nur mit Zahlen von 1 – 9. Die meisten Enneagramm­bücher erwähnen zusätz­lich aber auch beschrei­bende Typen­namen. Weil Enneastar die Typen in eine andere Reihenfolge setzt, verzichten wir auf eigene Typen-Zahlen, um Enneagramm-Kundige nicht zu ver­wirren. Wir arbeiten deshalb nur mit Typen-Namen, die aber durch­aus mit gängigen Enneagramm­büchern übereinstimmen.

Sind die Enneastar-Gruppen Gruppe, Details, Intuition mit den Enneagramm-Bezeichnungen Herz, Kopf, Bauch identisch?

Ja, so ungefähr. Allerdings spricht das Enneagramm von drei Zentren und meint damit eigent­lich drei Gehirne. Enneastar anderer­seits legt den Fokus mehr auf die Team­dynamik und kennt drei Impulsegruppen. Diese sind nicht iden­tisch mit den Enneagramm-Zentren, haben aber durchaus eine gewisse Ähnlichkeit.

Sagt man der Enneastar (männlich)?

Obwohl wir Enneastar seit 2014 entwickeln, kennen wir dessen Geschlecht bis heute nicht. 🙂 Deshalb verwenden wir für Enneastar auch nie Personal­pronomen. Die maskuline Form würde aber tat­säch­lich Sinn machen, weil Stern (englisch: star) auf Deutsch ja auch maskulin ist.

Enneastar ist nicht identisch mit dem Enneagramm. Wieso versteht sich Enneastar trotzdem als Enneagramm­kurs?

Enneastar ist ein anderes Konzept, arbeitet aber klar mit den neun Enneagramm­typen. Der 2-Minuten-Test von Enneastar ist der kürzeste Enneagramm-Test und hilf­reich, um seinen Enneagramm-Haupttyp heraus­zu­finden. Das Symbol von Enneastar hat eben­falls neun Zacken und ist deshalb ein eigent­liches Enneagramm: ennea (griech.) = neun. Enneastar ist mit der Geschichte des Enneagramms ver­bunden, ent­wickelt dieses aber weiter.

Macht es wirklich Sinn, das uralte und bewährte Enneagramm weiter­entwickeln zu wollen?

Das Enneagramm-Symbol geht auf Gurdjieff († 1949) zurück. Das Ennea­gramm als Typen­lehre ent­decken wir zum ersten Mal 1952 bei Collin (1909-1956), der es – inspiriert durch astro­lo­gische Elemente – mit 6 Typen verband. Gut mög­lich, dass sich Ichazo (1931-2020) davon inspi­rieren liess. Naranjo (1932-2019) wiederum verlieh Ichazos Neun-Typen-Modell psycho­lo­gische Tiefe. Fazit: Das Ennea­gramm ist weder alt noch statisch, sondern lebt von neuen Ideen und Inspirationen.

Ich finde es nicht richtig, dass sich Christen das Enneagramm unter den Nagel reissen, um dieses zu "christianisieren"!

Das erste öffent­liche Enneagramm-Buch (1984 ) wurde von Christen geschrieben. Im deutsch­sprachigen Raum wurde das Ennea­gramm vor allem durch den Bestseller "Das Enneagramm – Die 9 Gesichter der Seele" (1989) bekannt. Es wurde von Christen geschrieben. Das Ennea­gramm ist ein Tool zur Selbst­reflexion und Persön­lich­keits­ent­wicklung. Beides ist für Christen elementar wichtig, weshalb sie sehr früh "on board" waren und die Ent­wicklung des Ennea­gramms mitprägten.

Als Christ lehne ich das Enneagramm ab, weil es esote­rischen Ursprungs ist.

Das ist Ihr gutes Recht. Das Ennea­gramm hat tat­säch­lich esote­rische Wurzeln. Es beinhaltet aber auch das Reflektieren über "Tod­sünden", oder: Wurzelsünden, was die Menschen seit Jahr­hunderten fasziniert und tief in der Kirchen­geschichte ver­ankert ist. Enneastar erfrecht sich, das Beste des Ennea­gramms zu über­nehmen (so auch die Wurzel­sünden), um – inspiriert durch die Geistesfrucht der Bibel (Galater 5,22-23) – ein neues Modell zu entwickeln.

Wie genau wurde Enneastar durch die Bibel inspiriert?

Die Erfindung von Enneastar geht darauf zurück, dass Markus Brunner in einem ersten Schritt die neun Enneagramm­typen den neun Eigen­schaften der biblischen Geistesfrucht (Galater 5,22-23) zugeordnet hat. In einem weiteren Schritt wurden die neun Typen dann auf die biblische Reihen­folge dieser Eigen­schaften aus­ge­richtet. Das Ergebnis macht Sinn, was Markus nicht theolo­gisch begründet, sondern als Phänomen dankbar annimmt – und weitergibt.

Glauben Sie im Ernst, dass sich die Menschheit in 9 Typen einteilen lässt?

Einerseits hat jeder Mensch von allen Typen etwas, weshalb es wohl unzählige Typenkonstel­lationen gibt. Diese lassen sich mittels Stern-Diagrammen (Netz­diagrammen) grafisch dar­stellen.
Andererseits ver­stehen wir Enneastar nicht als "psycho­logische Tatsache", sondern einfach nur als ein Tool zur Selbst­reflexion und Weiter­entwicklung (für Personen und Teams).

Warum gibt es Enneastar und wozu soll das gut sein?

Die Ursache von Enneastar ist die Faszination an der Zahl 9 in der Typen­psychologie (9 Enneagramm­typen, 9 Team­rollen von Belbin) und in der Bibel (9 Eigen­schaften der Geistes­frucht, 9 Entwicklungs­stufen, und anderes). Hinzu kommt die Freude an einem kurzen Persön­lich­keits­test. Das Ziel von Enneastar ist die Selbst­reflexion und Entwicklung der eigenen Persön­lich­keit für die Team­arbeit (Belbin Team Roles Theory) und das eigene Leben (biblische Spiritualität).

Wann wurde Enneastar entwickelt?

Die Entwicklung von Enneastar geht auf das Jahr 2014 zurück. Die spiri­tuellen Aspekte stammen aus der jahr­zehnte­langen seel­sorger­lichen Erfah­rung des Ent­wicklers, Markus Brunner. Das Kurs­material wird laufend angepasst und weiter entwickelt.

Ist Enneastar reformiert, katholisch oder esoterisch?

Enneastar gebraucht die Bibel als spiri­tuelle Quelle zur Persön­lich­keit­sent­wicklung. Der Kurs ver­steht das unsicht­bare mensch­liche Herz als spirituelles Organ, auf das auch der heutige Mensch (wieder) ver­trauen darf, um geist­liche Realitäten als Lebens­quelle zu ent­decken. Katholiken und Reformierte sind ebenso will­kommen wie Esoteriker.

Hat das Enneastar-Symbol eine magische Bedeutung?

Enneastar misst dem neun­zackigen Stern keine magische Bedeutung zu. Dieses Symbol stammt vom Mönch Ramon Llull (1232-1316), der bib­lische Wahr­heiten in eine neue spiri­tuelle Sprache giessen wollte, damit sie von seinen Mit­menschen besser ver­standen werden könnten. Sein Symbol wird heute von ver­schie­denen Religionen und Gruppie­rungen als spiri­tuelles Aus­drucks­mittel gebraucht. Auch das Enneagramm-Symbol wird sich letzt­lich von ihm ableiten.

Die Spiritualität von Enneastar vertraut auf die Bibel. Ist das nicht veraltet?

Manche Menschen ver­stehen die Bibel als mora­lisches Gesetz (einer ver­gangenen Kultur). Die bib­lische Spiritualität versteht die Bibel als Weis­heits­literatur und als mut­machendes Buch, einen direkten Zugang zum unsicht­baren Gott zu suchen. Es geht primär also nicht um Moral, sondern um eine Beziehung zum Schöpfer.

Hilft Enneastar auch für Beziehung und Erziehung?

Enneastar ist weder ein Beziehungs- noch Erziehungs­kurs. Enneastar hilft aber, sich selbst zu reflektieren und zu ent­wickeln – und weckt Ver­ständnis für das Ver­halten unserer Mit­menschen. Damit steigen die Voraus­setzungen für ein erfülltes Beziehungsleben.

 

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