Enneastar-Typologie

über uns: Konzept

 

Enneastar entwickelt die Typo­logie des Enneagramms weiter, durch biblische Spiritualität und durch die Belbin Team Roles Theory (Team­dynamik-Lehre). Das ermöglicht den 2-Minuten-Test.

 

Markus Brunner erklärt auf dieser Seite das Konzept von Enneastar.

 

 

Enneastar ver­schmilzt das Enneagramm mit biblischer Spiritualität und Teamdynamik.


 

 

Vom Enneagramm zu Enneastar®

Enneagramm

Enneagramm

Das Enneagramm ist zuerst einfach eine geo­metrische Figur, die auf den Russen Georges I. Gurdjieff zurück­geht († 1949). Man kann davon aus­gehen, dass es sich von einem neun­zackigen Stern in einem Kreis ableitet. (Unter­schiede zum Stern sind in der Grafik rot hervor­gehoben.)

 

Der Bolivianer Oscar Ichazo (1931-2020) fügte dieser geomet­rischen Figur typen­psycho­lo­gische Deutungen hinzu, die später durch den aus Chile stammenden ameri­kanischen Psychiater Claudio Naranjo (1932-2019) mit wissen­schaft­lichen Elementen (Persön­lich­keits­störungen) ver­bunden wurden. Die daraus resul­tierende Typen­psycho­logie fand grossen Anklang und wird heute schlecht­hin als das Ennea­gramm gehandelt. (→ mehr zur Enneagramm-Geschichte)

 

Die Typologie des Enneagramms ist wissen­schaft­lich nicht nach­weis­bar, arbeitet sie doch mit Motivations­bildern, statt mit objek­tiver Beobachtung. Die Ennea­gramm-Typo­logie wird aber durch die wirt­schafts­psycho­lo­gische Belbin Team Roles Theory gestützt, die sich mit erfolg­reicher Team­bildung beschäftigt. Der britische Forscher Meredith Belbin (* 1926) ging zuerst von acht Team­rollen aus, ent­deckte später dann aber noch eine neunte. Alle neun Team­rollen korrelieren mit den neun Typen des Ennea­gramms und verifi­zieren dieses indirekt, wenn auch Belbin den Team­rollen ganz andere Namen gibt und an keiner Stelle das Ennea­gramm auch nur erwähnt.

 

 

Enneastar

Enneastar®

Enneastar über­nimmt in Anlehnung an die Belbin Team Roles Theory die Typen­psycho­logie des Ennea­gramms, setzt diese aber in einen anderen Kontext und zwar sowohl in geomet­rischer als auch spiritueller Hinsicht.

 

Enneastar versteht die Bibel als spirituelle Quelle zur persön­lichen Inspiration. Es geht nicht um Buch­staben, sondern um den Geist. Unser un­sicht­bares Herz dient dabei als spirituelles Organ und ist der Schlüssel, um meta­physische (spirituelle) Reali­täten als Lebens­quelle zu ent­decken.

 

Für die geo­metr­ische Figur bedient sich Enneastar beim mittel­alter­lichen Mönch Ramon Llull (1232-1316), der biblische Wahr­heiten in eine neue spirituelle Sprache goss, damit sie für sein Zielpublikum verständlicher würden. Auf ihn geht der neun­zackige Stern zurück, der später von der Bahai-Religion (leicht verändert) als Marken­zeichen beansprucht wurde. Auch das Ennea­gramm-Symbol wird sich letztlich von diesem Stern ableiten. Enneastar ist stolz darauf, den neun­zackigen Stern wieder in den Kontext einer biblischen Spiritualität zu stellen, was seinem ursprüng­lichen Zweck entspricht. (Die geo­met­rischen Unter­schiede zum Ennea­gramm sind in der obigen Grafik rot hervor­gehoben.)

 

Die Reihen­folge der Typen entnimmt Enneastar der Bibel, was auch aus Sicht der Teamdynamik-Lehre einen erstaun­lichen Sinn ergibt. Dieser Ansatz macht Enneastar zu einer christlichen Innovation, die sich erlaubt, das Ennea­gramm in eine neue Ent­wicklungs­phase hinein­zu­führen.

 

 

 

 

 

 

Die neue Reihenfolge macht Sinn!

Enneastar setzt die neun Ennea­gramm­typen in eine andere Reihen­folge. Die Flügel (Nachbar­typen) des Ennea­gramms werden dadurch neu definiert. »Macht das Sinn?«, werden sich einige fragen. Unsere Antwort: «Wir sind selber überrascht, aber dieser neue Ansatz ergibt tatsächlich einen erstaunlichen Sinn!»

 

Wer sich etwas Zeit nimmt für die Geometrie von Enneastar wird bald merken: Die von den neun gött­lichen Charakter­eigen­schaften (Geistes­frucht: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Sanft­mut, Ent­halt­sam­keit; Bibel: Galater 5,22-23) inspirierte Neu­anordnung der Typen ergibt in vielerlei Hinsicht einen erstaun­lichen Sinn!

Enneastar-Typologie

 

(Die hochgestellten Zahlen hinter den Typen­namen helfen Enneagramm-Kundigen, sich schneller zurecht­zu­finden, da das Ennea­gramm die Typen vor­wiegend mit Zahlen kennzeichnet.)

 

Durch die neue Reihen­folge lässt sich unser Team­verhalten reflektieren:

  • Die gelben Typen nehmen Ein­fluss auf ein Team, sind aber auch zum Allein­gang bereit, wenn das Team nicht einlenkt.
  • Die grünen Typen nehmen eben­falls Ein­fluss, ordnen sich aber ins Team ein.
  • Die blauen Typen ordnen sich ein, ohne führen zu wollen.

 

Die Typen werden drei Impulse-Gruppen zugeordnet, die nicht mit den "Zentren" des Ennea­gramms iden­tisch sind:

  • Gruppe: Menschen, die sich in Gruppen (nicht nur Familie) erholen.
  • Details: Menschen, die Adler­augen für (kreative) Details haben.
  • Intuition: Menschen, die aus dem Bauch heraus entscheiden.

 

Alle Typen sind mit ihren Nach­barn (zur Linken und Rechten, auch Flügel genannt) über gemeinsame Eigenschaften verbunden.

 

Das Team­verhalten, kombiniert mit den Impulse-Gruppen, ermög­licht den 2‑Minuten‑Test. Dieser liefert mit nur 8 Fragen erstaun­lich gut zutreffende Resultate. Trotzdem erwarten wir in dessen Ergebnissen mehr eine "Daumensprung-Genauigkeit", als eine genaue Analyse der Persönlichkeit.

 

 

 

 

 

 

Teamrollen

Erfolg­reiche Teams sind in der Regel heterogene Teams. Aller­dings kann man den Erfolg eines Teams nicht einfach damit sicher­stellen, dass man verschiedene Typen zusammen­würfelt. Wer aber auf sinn­volle Ergänzung achtet, kann damit einen Erfolgs­faktor optimieren.

 

Die gewünschten Teamrollen bzw. Typen werden natür­lich nicht immer ver­füg­bar sein. Des­halb ist es hilf­reich, wenn wir bereit sind, uns nicht nur mit unserem Haupttyp einzu­bringen, sondern die Fähig­keit besitzen, auf unseren sekundären oder sogar tertiären Typ aus­zu­weichen – um der Aus­gewogen­heit des Teams willen. Je mehr wir uns aller­dings von unserem Haupttyp ent­fernen, desto mehr Energie wird uns die Team­arbeit kosten.

 

Diese Grafik zeigt die Enneastar-Typen als Synergie von Enneagramm und Belbin Team Roles Theory.

 

Enneastar verschmelzt das Enneagramm mit der Belbin Team Roles Theory und der Bibel

 

 

 

Teamrollen-Kategorien

Die Enneastar-Typen lassen sich auch in Teamrollen-Kategorien einteilen: gute Stimmung und Verkauf, Qualitäts­management, Forschung und Innovation, Pionier­geist und Produktivität. Diese vier Kategorien ergeben sich aus vier Tätigkeits­bereichen: Sympathisieren, Alarmieren, Erforschen, Durchsetzen.

Teamrollen-Kategorien nach Enneastar

 

 

 

Wurzelsünden

Enneastar geht von der Geistes­frucht mit ihren neun Eigen­schaften aus (Bildmitte). Sie ist Ziel- und Ausgangs­punkt des Konzepts. In den Typen­beschrei­bungen spielen (neben den Team­rollen) aber auch die Wurzel­sünden des Ennea­gramms eine Rolle. Diese stellen das Gegen­teil der jewei­ligen Eigen­schaft der Geistes­frucht dar. Da das Reflektieren über die Wurzel­sünden ein wichtiger Faktor für die Faszination des Ennea­gramms war – und ist, wollen auch wir sie Interessierten nicht vorenthalten.

Enneastar: Wurzelsuenden

 

 

 

Entwicklung

Wie auch unter 9 Typen erwähnt, arbeitet Enneastar nicht wie das Ennea­gramm (linke Grafik) mit Trost­punkten und Stress­punkten, sondern definiert das Wachstums­ziel durch die neun gött­lichen Charakter­eigen­schaften (rechte Grafik), welche die Bibel als Geistesfrucht beschreibt (Galater 5,22-23).

Enneagramm – Enneastar

 

 

Das Streben nach göttlichem Ideal (Grafik oben rechts) schliesst das Voneinander Lernen natür­lich nicht aus. Was im Ennea­gramm über die Trost­punkte geschieht (Grafik oben links), wird in Enneastar durch eine "Links­drehung im Kreis" erreicht (Grafik unten).

voneinander lernen

 

 

 

Enneagramm-Lehrerin

Empfehlung einer Enneagramm-Lehrerin

«Markus Brunner hat seinen Persön­lich­keits­kurs auf der Grund­lage des Enneagramms ent­wickelt. Er ordnet die Ennea­gramm­typen den Charakter­eigen­schaften von Gott zu, und zwar in der Reihen­folge, wie sie die Bibel in Galater 5,22-23 aufzählt: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Sanft­mut und Ent­halt­sam­keit. Die Reihen­folge der Typen, die sich daraus ergibt, weicht vom Original-Ennea­gramm ab. Doch sie macht Sinn.

 

Seine Beschreibungen der neun Typen ent­sprechen ganz klar dem ursprüng­lichen Ennea­gramm – und er bringt die Gedanken- und Gefühls­welt der jeweiligen Muster sehr prägnant auf den Punkt und liefert auch eine gute Über­sicht der Stärken und Schwächen.

 

Neu sind mir die Teamrollen-Kategorien, in die Markus Brunner die Typen einteilt: Ver­netzung und Kommunikation, Pionier­geist und Produktivität, Forschung und Inno­vation, sowie Qualitäts­management. Diese Ein­teilung erscheint mir stimmig.

 

Begeistert haben mich bei den Stufen der charakter­lichen Ent­wicklung besonders die fein heraus­gearbeiteten "Surfer­tipps". Auf die grossen Wellen zu achten, weil sie unser (Er-)Leben prägen – und mit kleineren Wellen zu spielen, ohne sich verein­nahmen zu lassen: Das ist eine hervor­ragende, spiele­rische Einladung zum Wachstum und zur Weiter­entwicklung!»

Anmerkung des Enneastar-Teams: Die "(Surfer-)Tipps für jeden Typ" werden im Online-Kurs vermittelt, sind aber auch Teil des Grundkurses.

 

Margit Skopnik-Lambach, Enneagramm­lehrerin des  Öku­menischen Arbeits­kreises Enneagramm e.V. – 20.02.2017

 

 

 

 

 

 

Hilfe ohne Realitäts­anspruch

Obwohl Enneastar hilft, sich selbst und andere (im Team) besser zu ver­stehen, sind wir uns bewusst, dass auch dieses Konzept – genauso wie das Ennea­gramm – nicht mit der Realität ver­wechselt werden darf. Charles Tart bringt das in seinem Vorwort zur ersten deutschen Ausgabe von Helen Palmers Buch "Das Enneagramm" auf den Punkt:

«Wir sollten uns vergegen­wärtigen, dass ein Buch, Seminare oder persön­liche Unter­richtung zum Ennea­gramm nur Ideen über die Realität ver­mitteln können, nicht aber die Realität selbst.» Im englischen Original ergänzt Tart: "Es ist eine Theorie der Persönlichkeit." (Palmer, XV; übersetzt)

 

Enneastar ist eine Hilfe zur persön­lichen Reflexion, fördert das Verständnis für die Anders­artig­keit unserer Mit­menschen und ver­mittelt tiefere Ein­blicke in die Team­dynamik. Wir behaupten aber nicht, dass wir wissen würden, wie der Mensch "funktioniert". Wir bieten ledig­lich ein Modell an, das für uns Sinn macht und das wir für uns persön­lich anwenden. Ob dieses Modell auch für Sie Sinn macht, werden Sie heraus­finden, wenn Sie sich auf Enneastar ein­lassen. Wir geben Ihnen kein Erfolgs­versprechen, garan­tieren aber eine spannende Ent­deckungs­reise in ver­schie­dene Motiva­tionen und Beweg­gründe von Menschen – viel­leicht auch von Ihnen selbst. ☺

 

Palmer, Helen. The Enneagram. Understanding Yourself and the Others in Your Life. 1988. HarperSanFrancisco, 1991. ISBN: 0-06-250683-8

Palmer, Helen. Das Enneagramm. Sich selbst und andere verstehen lernen. 1991. Übersetzt von: Rita Höner. Roemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München. ISBN 3-426-04244-4

 

 

 

 

 

 

 

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